Chronische Alkoholschädigung

Beschreibung

Andauernder erhöhter Alkoholkonsum kann über die Jahre zu einer zunehmenden Vernarbung des Lebergewebes und schließlich zu einer Zirrhose (kompletten Vernarbung der Leber) führen. Nicht alle Personen sind gleich empfindlich: So kommt es bei Frauen bereits bei einer geringeren Menge Alkohol pro Tag als bei Männern zu einer chronischen Schädigung der Leber. Zudem beeinflusst auch die genetische Veranlagung das Auftreten einer chronischen Leberschädigung. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT oder MRI geben Hinweise auf eine Leberverfettung oder auf das Vorliegen einer Leberzirrhose. Das genaue Ausmass der Leberverfettung oder der Lebervernarbung kann aber nur mittels einer Leberbiopsie bestimmt werden. Die chronische Leberschädigung führt oft erst im Spätstadium zu Beschwerden. Hinweise auf eine Leberschädigung können aber bereits zu einem früheren Zeitpunkt auffällige Leberwerte oder eine erhöhte Lebersteifigkeit (dies kann mit einer Fibroscanmessung bestimmt werden) ergeben.

 

Behandlung

Eine medikamentöse Therapie zur Behandlung der chronischen Alkoholschädigung respektive zur Verbesserung der Alkohol-bedingten Leberfibrosierung oder Zirrhose steht leider nach wie vor nicht zur Verfügung. Die wirksamste Massnahme zur Stabilisierung der Leberfunktion und zur Verbesserung der chronischen Alkoholschädigung ist die Reduktion des Alkoholkonsum und im Idealfall die komplette Alkoholabstinenz.


Sie haben Fragen oder möchten einen Termin im Bauchzentrum Bern?

Rufen Sie an, wir helfen Ihnen gerne weiter:
Tel: +41 (0)31 632 59 00

Die Anmeldung kann über den betreuenden Hausarzt oder durch den Patienten selbst erfolgen.

Oder nutzen Sie unser Kontaktformular