Autoimmune Lebererkrankungen

Was sind autoimmune Leberkrankheiten?

Diese Krankheiten entstehen, weil das Abwehrsystem die Leber als Fremdkörper erkennt. Der Trigger für diese Reaktion ist unbekannt. Zu den autoimmunen Erkrankungen gehören die Autoimmunhepatitis, die primär biliäre Cholangitis und die primär sklerosierende Cholangitis. Die Autoimmunhepatitis kommt vor allem bei Frauen vor. Die primär biliäre Zirrhose tritt in 90% bei Frauen im mittleren Lebensalter auf. Die primär sklerosierende Cholangitis tritt in 70% der Fälle bei Männern auf und ist mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung assoziiert.

 

Welche Symptome und Beschwerden treten bei autoimmunen Leberkrankheiten auf?

Je nach Stadium sind die Symptome unterschiedlich. Die Autoimmunhepatitis kann auch akut mit Zeichen einer Leberentzündung auftreten. Die primär biliäre Cholangitis und die primär sklerosierende Cholangitis sind meistens am Anfang nicht symptomatisch. Das Hauptsymptom ist Hautjucken und später Zeichen der Leberzirrhose (Wasserbauch, Gelbsucht).

 

Welche Komplikationen und Gefahren gibt es dabei?

Eine Leberzirrhose entwickelt sich nach meistens langem Verlauf bei allen autoimmunen Lebererkrankungen.

 

Welche Abklärungen und Voruntersuchungen müssen bei autoimmunen Leberkrankheiten gemacht werden?

Die Diagnose einer autoimmunen Lebererkrankung wird meistens durch Untersuchung von Lebergewebe (Biopsie) gemacht. Zusätzliche Untersuchungen sind Laboruntersuchungen mit der Bestimmung spezifischer Antikörper und für die Diagnose der primär sklerosierenden Cholangitis die ERCP (Endoskopie).

 

Therapie / Behandlungsmethoden

Je nach Stadium der Krankheit sind medikamentöse Therapien möglich, die im Frühstadium in der Regel sehr wirksam sind. Die definitive Behandlung aller autoimmunen Leberkrankheiten ist die Lebertransplantation.


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